Michael Stegemann

Veranstaltungen im Sommersemester 2022


Hinweis: Die Anmeldung im LSF ist unbedingt erforderlich!


Musikgeschichte I – Von den Anfängen bis 1750

Mo. 10 bis 12 Uhr · EF50, 4.313 · Beginn: 25.04.2022 · 160165

Von Babylon nach Paris – viereinhalb Jahrtausende Einstimmigkeit / Die Schule von Notre-Dame und die frühe Mehrstimmigkeit / Das Alte und das Neue – von der Ars antiqua zur Ars nova / Troubadours und Trouvères, Minnesang und Meistersinger / Die Wiedergeburt Europas aus dem Geist der Antike – Renaissance / Wahrheit statt Kunstfertigkeit – Claudio Monteverdi und die Anfänge der Oper / Die »Tugend« der Virtuosität – die Emanzipation der Instrumentalmusik / Im Glanz des »Sonnenkönigs« – der französische Barock / »Das Staunen der Welt« – Venedig, Vivaldi und das Solokonzert / Dreimal Geburtsjahr 1685 – Domenico Scarlatti, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel.

 


Interpretationsforschung – Clavier oder Klavier – Fragen der historischen Aufführungspraxis

Mo. 12 bis 14 Uhr · EF50, 4.313 · Beginn: 25.04.2022 · 160164

Die Frage nach dem angemessenen Instrument für die Interpretation der vor 1830 entstandenen Musik für Tasteninstrumente stellt sich nicht erst seit den Anfängen der historischen (oder historisch orientierten) Aufführungspraxis in den 1960er Jahren. Die Klangwege von der Orgel über Cembalo, Virginal, Clavichord & Co. hin zum modernen Flügel sind vielfältig und zeigen – jenseits aller Dogmatik – faszinierende Möglichkeiten und Grenzen, die an ausgewählten Beispielen vorgestellt und diskutiert werden sollen.


»Bizarrerie und Heulerey« – Franz Schuberts Auseinandersetzung mit Ludwig van Beethoven

Di. 14 bis 16 Uhr · EF50, 4.313 · Beginn: 26.04.2022 · 160163

Der Titel dieses (Haupt)Seminars geht auf eine Tagebuchnotiz Schuberts vom 16. Juni 1816 zurück, wie »schön u.  erquickend« es doch sei, Musik »frey aller Bizarrerie zu hören, welche bey den meisten Tonsetzern jetzt zu herrschen pflegt, u. einem unserer größten deutschen Künstler beynahe allein zu verdanken ist, von dieser Bizzarrerie, welche dasTragische mit dem Komischen, das Angenehme mit dem Widrigen, das Heroische mit Heulerey, das Heiligste mit dem Harlequin vereint, verwechselt, nicht unterscheidet den Menschen in Raserey versetzt statt in Liebe auflöst zum Lachen reitzt, anstatt zum Gott erhebt«. Diese dezidierte Kritik an Beethoven (den er durchaus bewunderte) ändert nichts daran, dass sich Schubert immer wieder mit ihm auseinandergesetzt – und von ihm abgesetzt hat. 


Passacaglia und Chaconne

Di. 16 bis 18 Uhr · EF50, 4.313 · Beginn: 26.04.2022 · 160162

Die beiden wohl wichtigsten Variationsformen des 17. und 18. Jahrhunderts – sowohl in der Oper wie in der Instrumentalmusik – verbinden auf einzigartige Weise satztechnische Strenge und kompositorische Freiheit. Die Spurensuche, die durch ganz Europa führt, beginnt um 1600 in Spanien und Italien, führt weiter zur französischen Barockoper und zu Johann Sebastian Bach und reicht über das 19. und 20. Jahrhundert bis in die Moderne: Kaum eine andere Form hat eine so abwechslungsreiche und faszinierende Geschichte!

 


Symposion: Camille Saint-Saëns – Vergangenheit und Zukunft / Le passé et l’avenir

Do., 09.06., bis So., 12.06. · Orchesterzentrum NRW · 160161

Ziel des internationale Symposions, das die Forschungsstelle Camille Saint-Saëns des Instituts für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund ausrichtet, ist eine Positionsbestimmung: Ein Rückblick auf die Rolle, die der Komponist und sein Œuvre in ihrer Zeit gespielt haben – eine Bestandsaufnahme der aktuellen Editionen, Aufführungen und Aufnahmen – ein Vorausblick auf die Fragen, Aufgaben und Projekte, denen sich die Saint-Saëns-Forschung in den nächsten Jahren widmen soll und wird. Eine entscheidende Bedeutung kommt dabei der Wechselwirkung zwischen der musikwissenschaftlichen Forschung und der Musikpraxis zu.