Mark Gotham

Veranstaltungen im Sommersemester 2022


Hinweis: Die Anmeldung im LSF ist unbedingt erforderlich!


Tonsatz: Komposition von Liedern im Stil des 19. Jahrhunderts

Do., 10 bis 12 Uhr · EF50, U.215 (Studiobühne) · 160193

 

Anmeldung:               Anmeldung im LSF erforderlich

Studienleistung:         Aufgabe, Komposition, Aufführung

Modulleistung:           vierstündige Klausur

Tonsatz-Kurse vermitteln kreative und technische Fähigkeiten in der Komposition und geben Einblick in eine historische Praxis. Dieser Kurs baut die Fähigkeiten auf, die erforderlich sind, um ein Lied in der Tradition des 19. Jahrhunderts zu komponieren. Dieses Repertoire als Gegenstand der Beschäftigung bietet einen idealen Kontext, um Fähigkeiten zu erlangen, textbasierte Musik zu schreiben: Schwerpunkte sollen sein: der Umgang mit (chromatischer) Harmonie, das Schreiben idiomatischer Musik für das Klavier sowohl solistisch als auch als Begleitinstrument.

Übungen, Studienleistung, Aufführung:

Im Laufe des Semesters werden wir Übungen der schrittweise wachsenden Autonomie durcharbeiten, vom Singen und der Analyse historischer Beispiele bis zur Fertigstellung von Teilarbeiten (z. B. ein Lied, dem der Großteil der Klavierbegleitung fehlt). Wir arbeiten allmählich auf die endgültige Einreichung hin, die darin besteht, ein völlig neues Lied in einem kongruenten Stil zu komponieren. Den Studenten steht es frei, jeden Text aus dem 19. Jahrhunderts (oder älter) und in jeder Sprache zu verwenden. Der Kurs endet mit einer Aufführung dieser neuen Lieder, die als Studienleistung gewertet wird.

Am Ende des Semesters wird eine vierstündige Tonsatzklausur als Modulabschluss angeboten.


Blockseminar: Musikinformatik

Di., 26.04.22, 14 bis 18 Uhr/ Sa., 25.06.22, 9 bis 18 Uhr/ So., 26.06.22, 9 bis 18 Uhr · EF50, 4.307 · 160173

 

Anmeldung:             Anmeldung im LSF erforderlich

Studienleistung:      Übungen, Präsentation

Modulleistung:         Wissenschaftliche Hausarbeit oder Code mit Kommentar

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Wenn Sie an diesem Kurs interessiert sind, aber Probleme mit der Verfügbarkeit haben, schreiben Sie mir bitte, damit wir eine Lösung finden können.

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‚Musikinformatik‘ deckt ein breites Spektrum von computergestützten Methoden, die bei der Suche nach einem neuen musikalischen Verständnis eingesetzt werden können. Dieser Kurs erwartet ein gewisses Wissen in Musiktheorie und -analyse (z.B., Akkorde, Tonarten, Partituren, Tempo). Dies bedeutet, dass die musikalischen Ideen als vertrauter Maßstab für die Erforschung der rechnerischen Seite dienen können. Vorherige Erfahrung mit Programmierung, Data Science und fortgeschrittener Mathematik ist willkommen, aber nicht erforderlich.

 

Wir werden lesen und Übungen machen mit:

·      Dem music21 Benutzerhandbuch von Cuthbert et al.:

o   https://web.mit.edu/music21/doc/usersGuide/index.html 

·      … und, wenn möglich, auch mit Müllers Grundlagen der Musikverarbeitung: ‚Fundamentals of Music Processing‘ (‚FMP‘), Springer 2015: 

o   https://www.audiolabs-erlangen.de/fau/professor/mueller/bookFMP  

o   https://www.audiolabs-erlangen.de/resources/MIR/FMP/C0/C0.html

Beide ‚Lehrbücher‘ sind sowohl kostenlos als auch online (URLs wie oben).

 

Dies bietet eine praktische Einführung in die computergestützte Verarbeitung von Musik und deckt dabei auch einige der breiteren Grundlagen ab:

·      symbolische Darstellungen von Musik;

·      objektorientierte Programmierung;

·      Möglichkeiten und Herausforderungen in der computergestützten Analyse.

Die Studenten werden am meisten von diesem Kurs profitieren, indem sie diese einige Kapitel vor dem Unterricht selbstständig durchlesen und (wenn möglich) einige Übungen selbst durcharbeiten.

 

Im Anschluss daran wenden wir uns der jüngsten Wissenschaft und offenen Problemen auf diesem Bereich zu. Listen relevanter Zeitschriften und anderer Quellen (einschließlich Datensätze) werden zur Verfügung gestellt. Als Studienleistung soll jede/-r Teilnehmer/-in eine zu einem solchen relevanten Thema präsentieren, das im Voraus vereinbart wurde. Dies geschieht typischerweise in Form einer Überprüfung der jüngsten Literatur. Für die Modulleistung können die Teilnehmer entweder eine 20-seitige Hausarbeit zu einem der Kursthemen schreiben (in der Regel das gleiche Thema, auf dem der Student vorgestellt hat) oder eine praktische Umsetzung der Ideen in der Lehrveranstaltung (z.B. in neuem Code) einreichen. In allen Fällen sollten die Studenten Verständnis für die grundlegenden Probleme sowie einige originelle Ideen für die Weiterentwicklung des Bereiches nachweisen.


Analyse II: Jenseits der lingua franca der diatonischen Tonalität

Do,. 14 bis 16 Uhr · EF50, 4.310 · 160188

Anmeldung:              Anmeldung im LSF erforderlich

Studienleistung:       Präsentation

Modulleistung:         Wissenschaftliche Hausarbeit

Westliche klassische Komponisten des 19. Jahrhunderts begannen, radikale Erweiterungen der Lingua franca des diatonischen Dur-Moll-Systems zu entwickeln. Dieser Kurs untersucht einige der innovativsten und nachhaltigsten von ihnen, einschließlich der Transformationstheorie, modaler Tonleitern und neuer Methoden in Rhythmus und Metrik. Verwurzelt in der klassischen Musik des 19. Jahrhunderts betrachtet dieser Kurs auch relevante Parallelen in der populären Musik des späten 20. Jahrhunderts, und anderes "tonales, aber nicht so diatonisches" Repertoire.

Als Studienleistung soll jede/-r Teilnehmer/-in eine Präsentation darbieten über ein Musikstück freier Wahl. Darüber hinaus kann als Modulabschluss eine Hausarbeit zu einem vorab vereinbarten Thema geschrieben werden, das für die im Kurs behandelten Themen relevant ist. Das Thema der Arbeit sollte relevante analytische Beobachtungen beinhalten, die für ein besseres Verständnis in der betreffenden Arbeit sorgen. Die Verwendung von kommentierten Partituren, summativen Tabellen und anderem unterstützenden Material wird dringend empfohlen.

Studierende, die eine Hausarbeit vorbereiten, können den folgenden Einführungstext nützlich finden (auch im E-Book verfügbar):

·      Matthew Gardner und Sara Springfeld, Musikwissenschaftliches Arbeiten: eine Einführung (Bärenreiter Studienbücher Musik 19), Kassel u.a. 2014.


Kolloquium zur Masterarbeit: Aktuelle Entwicklungen in der Musiktheorie

Do., 16 bis 18 Uhr · EF50, 4.310 · 160189

Diese Kolloquiumsreihe untersucht die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Musiktheorie und hilft den Studierenden, ihre eigenen Arbeitsweisen in Vorbereitung auf die eigene Masterarbeit zu entwickeln, die neu auf dem Gebiet sind. Jedes Mitglied wird mindestens zweimal präsentieren, zuerst zu einer oder mehreren Forschungsarbeiten, die für das jeweilige Gebiet von Interesse sind (im Rahmen des Aufbaus einer Literaturübersicht) und dann mindestens einmal zu der eigenen Arbeit.


Komposition: Alles zusammenfügen in der Moderne

Fr., 10-12 Uhr · EF50, 4.313 · 160192

Dieser Kurs beginnt mit einer „Tonsatz“-Einheit von Übungen in Kompositionsmethoden, die mit dem 20. Jahrhundert verbunden sind: komponieren mit atonalen und seriellen Techniken und mit zu der Zeit „modernen“ Ansätzen in der Musik (primär komplexe Rhythmen und Metrik). Die Studierenden werden kurze Stücke mit den erlernten Techniken komponieren, bevor es zu einer freien Wahl der endgültigen Komposition übergeht.

Bewertung

Die Studienleistung ist eine Komposition, die von einem kurzen Kommentar begleitet wird, in dem technische Fragen und Einflüsse diskutiert werden (die spezifischen Techniken, die im Kurs behandelt werden, sind optional). Kompositionen können für alle Besetzungen und in jedem Stil sein (beachten Sie jedoch die Rahmenbedingungen der abschließenden Aufführung). Die Bewertungskriterien basieren auf der Qualität, dem Einfallsreichtum und der technischen Eignung der Komposition.

Aufführung

Der Kurs endet mit einer Aufführung dieser abschließenden Kompositionen von Interpretinnen und Interpreten, die von den Komponierenden selbst organisiert wurden. Es wird dabei Hilfestellung geleistet, jedoch ist die erfolgreiche Planung und Organisation einer oder mehrerer Aufführungen und das Schreiben speziell für Ausführende (und vorzugsweise in Zusammenarbeit mit ihnen) eine wesentliche Fähigkeit für Komponistinnen und Komponisten und somit auch Teil der Bewertung. Auch dies ist Teil der Studienleistung.