Univ.-Prof. Dr. phil. Eva-Maria Houben

Vita

Geboren 1955 in Rheinberg am Niederrhein. Schulmusikstudium an der Folkwang-Hochschule für Musik Essen; dort anschließend Künstlerische Abschlussprüfung im Fach Orgel. Studium der Germanistik und der Musikwissenschaft an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg, dort Promotion und Habilitation in Musikwissenschaft. Erste und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt am Gymnasium in den Fächern Musik und Deutsch. Tätigkeit als Organistin, regelmäßig Orgelkonzerte. Unterrichts- und Lehrtätigkeit am Gymnasium, an der Universität Duisburg und an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Seit 1993 Universitätsprofessorin an der Universität Dortmund, Institut für Musik und Musikwissenschaft, dort verantwortlich für den Bereich Musiktheorie.

Seit 2002 gehört sie dem Wandelweiser Komponisten Ensemble an. Ihre Kompositionen werden von der Edition Wandelweiser verlegt. Ihre Werkliste umfasst Solowerke (für Orgel, Klavier, Klarinette, Posaune, Violoncello, Flöte, Kontrabass, Tromba Marina und andere Instrumente), Duos, Trios, Quartette, Werke für Stimme und Klavier, für Stimme und Ensemble, für Bläserensemble, Kammerensemble, Chor und Orchester, Werke für Orchester und Stimme.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage evamariahouben.de.


Schwerpunkte in Lehre und Forschung

  • Zeitgenössische Musik, mit einem Schwerpunkt auf der experimentellen Musik; rumänische Musik (Zusammenarbeit mit Prof. Violeta Dinescu, Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg).
  • Musik-Ästhetik; Forschungen zum Hören (Stille und Klang, Musik in Räumen, traditionelle Musik mit ‚neuen Ohren’), zu neuen Rezeptionsformen, zu kompositionsästhetischen und -technischen Fragen.

Publikationsliste, Kompositionsverzeichnis, Diskografie und Konzertkalender

siehe: www.evamariahouben.de und www.wandelweiser.de

siehe auch:

http://und-oder-einesammlung.musik.tu-dortmund.de

 

Neuerscheinung:

Musikalische Praxis als Lebensform. Sinnfindung und Wirklichkeitserfahrung beim Musizieren, Bielefeld: transcript 2018

Musikalische Praxis als Befreiung von Perfektion und Produktivität – und als Hinwendung zum Erleben von Sinn in der jeweiligen Situation, am spezifischen Ort, im Beziehungsgeschehen.    

Wie wirklich ist musikalische Praxis und was hat sie mit dem alltäglichen Leben zu tun? 

Es wird gezeigt, dass sich das Musizieren verändert, sobald dessen Sinn nicht in der zweckorientierten Produktion von Arbeitsergebnissen, sondern im Musizieren als Beschäftigung und um des Spielens willen gefunden wird. Musikalische Praxis ist prinzipiell unabgeschlossen. So bleibt das Tun auf Wiederholung ausgerichtet und befreit von Perfektion, Produktivität, Zweckgebundenheit. Sinn wird in der jeweiligen Situation, am spezifischen Ort, im Beziehungsgeschehen selbst erlebt. Musikalische Praxis kann so zur »Lebensform« und dabei eine eigene Wirklichkeit werden.