Michael Stegemann

Veranstaltungen im Wintersemester 2017/18


Musikgeschichte I - Von den Anfängen bis 1750

Mo. 10 bis 12 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 16.10.2017 · 160160

Von Babylon nach Paris – viereinhalb Jahrtausende Einstimmigkeit / Die Schule von Notre-Dame und die frühe Mehrstimmigkeit / Das Alte und das Neue – von der Ars antiqua zur Ars nova / Troubadours und Trouvères, Minnesang und Meistersinger / Die Wiedergeburt Europas aus dem Geist der Antike – Renaissance / Wahrheit statt Kunstfertigkeit – Claudio Monteverdi und die Anfänge der Oper / Die »Tugend« der Virtuosität – die Emanzipation der Instrumentalmusik / Im Glanz des »Sonnenkönigs« – der französische Barock / »Das Staunen der Welt« – Venedig, Vivaldi und das Solokonzert / Dreimal Geburtsjahr 1685 – Domenico Scarlatti, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel.


Interpretationsforschung - Rauschen, Knistern, Knacken: Vom Umgang mit alten Aufnahmen

Mo. 12 bis 14 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 16.10.2017 · 160163

Im Zeitalter des Downloadens und Streamens scheint die akustische Patina, die auf alten Aufnahmen liegt, einen Zugang zu ihnen zunächst zu erschweren. Andererseits ermöglichen die mittlerweile rund 125 Jahre der musikalischen Tonaufzeichnung eine regelrechte „Zeitreise“ zu Interpretations-Traditionen, die oft (um nicht zu sagen: meist) sehr viel aufschlussreicher sind als hochpolierte digitale Neuproduktionen. Bleibt die Frage: Wie kann man quasi ‚hinter‘ das Rauschen, Knistern und Knacken hören? Welche Filter (im Kopf) braucht es, um die Bedeutung der ‚Schellack-Schätze‘ zu erkennen? Das Seminar versucht, darauf Antworten zu geben und ‚die Ohren zu spitzen‘.


Reformation! Hugenotten, Calvinisten, Lutheraner und die frühe protestantische Kirchenmusik

Di. 14 bis 16 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 17.10.2017 ·160161

Ein Seminar zum „Lutherjahr“, das sich nicht mit der ‚großen‘ Zeit der evangelischen/protestantischen Kirchenmusik – von Heinrich Schütz bis Johann Sebastian Bach – beschäftigt, sondern mit ihren Anfängen. Von den Hussitenliedern des 15. Jahrhunderts über die Musik der Taboriten und Waldenser (der so genannten „Böhmischen“ oder „Mährischen Brüder“, die 1501 in Prag das erste Gemeindegesangbuch veröffentlichten) zu den Gesangbüchern Luthers und Johann Walters (1524) und zum „Genfer Psalter“ der Hugenotten unter Johannes Calvin, der Mitte des 16. Jahrhunderts erschien.

Was macht die evangelische/protestantische Kirchenmusik aus, welche Formen gibt es, wie unterscheidet sie sich von der katholischen Kirchenmusik…? Und: Wie reagierte das Papsttum auf die Veränderungen? Studierende des Faches (evangelische) Theologie sind herzlich willkommen!


Revolution! Die Oktoberrevolution von 1917 und ihre musikalischen Folgen

Di. 16 bis 18 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 17.10.2017 · 160162

Jenseits aller politischen Umwälzungen war die Oktoberrevolution vor 100 Jahren auch für die Musik Russlands und Europas ein radikaler Umbruch. Bis zum Tod Lenins (1924) und auch noch in den ersten Jahren Stalins – bis zur Verfolgung des „Formalismus“ Anfang der 1930er Jahre und dem Postulat des so genannten „sozialistischen Realismus“ – stand die junge Sowjetrepublik in Musik, Literatur, Theater, bildender Kunst und Film an der Spitze der europäischen Avantgarde. Die Ideen des ersten „Volkskommissars für das Bildungswesen“ Anatoli Lunatscharsky zogen viele Komponisten in ihren Bann: der Aufbruch in die Moderne begann in Moskau und St. Petersburg!

Das Seminar richtet sich ausdrücklich – aber nicht ausschließlich – an die Studierenden des Musikjournalismus und ist auch als musikgeschichtliches Master-Repetitorium zu empfehlen!


Bild und Klang - Orient und Okzident (gemeinsam mit Prof. Dr. Barbara Welzel)

Di. 19.30 bis 21 Uhr · Stadtkirche St. Reinoldi · Beginn: 17.10.2017 · 160164

Zum 15. Mal findet die die öffentliche Vorlesungsreihe Bild und Klang in der Stadtkirche St. Reinoldi statt – ein fächerübergreifendes Spektrum aus Kunst- und Musikwissenschaft, Welt- und Stadtgeschichte. In diesem Semester geht es um den Austausch zwischen Ost und West und die zahllosen Spuren, die er auch in der Musik hinterlassen hat.