Michael Stegemann

Veranstaltungen im Sommersemester 2018


Musikgeschichte II - Von 1750 bis zum Ersten Weltkrieg

Mo. 10 bis 12 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 16.04.2018 · 160160

»Sturm und Drang«, Rokoko und »galanter Stil« / Wiener Klassik ( 1 ): Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart / Wiener Klassik ( 2 ): Ludwig van Beethoven und Franz Schubert / Die Romantik und die »Entdeckung des Ich« / Belcanto, vokal und instrumental: Das Zeitalter der Virtuosen / Giuseppe Verdi, Richard Wagner und die Wiedergeburt der Oper / Befreiungs-Schläge: Die Nationalen Schulen / Johannes Brahms, Anton Bruckner und die Krise der Symphonie / Neue Formen, neue Harmonien, neue Klänge: Das Ende der Romantik / »Ein Schlagwort für Idioten«: Impressionismus / Ausdruck statt Eindruck: Expressionismus.


Interpretationsforschung - Violine und Klavier / Klavier und Violine - Mozart, Beethoven, Schubert und ihre Violinsonaten

Mo. 12 bis 14 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 16.04.2018 · 160163

Die Gattung der Duo- und insbesondere der Violin-Sonate entstand fast gleichzeitig mit der Solosonate für Klavier, und noch bei Mozart scheint der Violinpart fast ein ad libitum zu sein. Doch die Entwicklung erreicht schon bald erste Höhepunkte – man denke nur an Beethovens Kreutzer-Sonate – und wird bald zu einem Lieblingsgenre aller großen Geiger. Das zeigt sich auch an der umfangreichen Diskographie der einschlägigen Werke, bei denen es immer auch um Fragen der Klangbalance, des stilistischen Empfindens und einer Intimität geht, die eigentlich nicht für große Konzertsäle gedacht ist. Eine Entdeckungsreise in ein faszinierendes Repertoire der Klassik und zu den großen (und weniger großen) Geigerinnen und Geigern des 20. und 21. Jahrhunderts.


Claude Debussy I - Der Weg aus dem 19. Jahrhundert

Di. 14 bis 16 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 17.04.2018 · 160161

Am 25. März 1918 – vor 100 Jahren – starb der französische Komponist Claude Debussy. Im »Debussy-Jahr« soll dieses zweiteilige Seminar (mit einem II., unabhängigen Teil im Wintersemester 2018/19) einem der wichtigsten Wegbereiter der musikalischen Moderne auf seinem Lebens- und Schaffensweg folgen: Vom Wagnerianer zum so genannten »Impressionisten« und zum Kopf einer Schule, der er nie sein wollte: »Es gibt keinen ›Debussysmus‹ – ich bin ich, basta!« Im I. Teil, der bis zu der Oper Pelléas et Mélisande (1902) reicht, geht es u. a. um so berühmte Werke wie das Prélude à l’après-midi d’un faune oder das Klavierstück Clair de lune, aber auch um viel Musik, die bei uns eher weniger bekannt ist.


Scarlatti, Boccherini & Co - Musik in Spanien / Spanische Musik im 18. und 19. Jahrhundert

Di. 16 bis 18 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 17.04.2018 · 160162

Auch zu diesem Seminar hat ein Gedenkjahr den Anstoß gegeben: Der 275. Geburtstag des Italieners Luigi Boccherini (am 17. Februar 1743), der – ebenso wie sein Landsmann Domenico Scarlatti – den größten Teil seines Lebens in Spanien verbrachte und dort zu einem der wichtigsten und eigenständigsten Kammermusik-Komponisten des 18. Jahrhunderts wurde, dessen Einfluss weit ins 19. Jahrhundert hinein fortdauerte. Jenseits der Klischees, die wir mit der Musik Spaniens verbinden, ist von dieser Tradition bei uns nur wenig bekannt. Komponisten wie Padre Antonio Soler, Vincente Martín y Soler oder Juan Crisóstomo de Arriaga sind etwas für Spezialisten, und erst im späten 19. Jahrhundert vertreten Isaac Albéniz, Enrique Granados und Manuel de Falla das Aufblühen einer nationalen Schule. Das Seminar soll zeigen, wie viel es jenseits der Pyrenäen alles zu entdecken gibt.