Günther Rötter

Veranstaltungen im Wintersemester 2017/18


Die Musikerpersönlichkeit

Mo. 12 bis 14 Uhr · EF 50 Raum 4.310 · Beginn: 16.10.2017 · 160137

In den letzten zwei Jahrzehnten wurde die Forschung zur Musikerpersönlichkeit zu einem wichtigen Feld der Musikpsychologie. Im Seminar wird zunächst der Begriff der Persönlichkeit definiert und die Frage untersucht, welche speziellen Merkmale typisch für Musiker im Vergleich zur "normalen" Bevölkerung sind. Diese Frage wird für verschiedene Musikergruppen differenziert beantwortet. Von besonderem Interesse ist dabei die Gruppe der Komponisten und es bleibt zu klären, inwieweit verbreitete Klischees über sie als "dogmatisch" oder "überspannt" wissenschaftlich haltbar sind. Zu berücksichtigen ist auch die Persönlichkeit von Stars in der Pop- und Rockmusik, deren öffentliche Wahrnehmung medial stark durch ihr Image gesteuert wird. Grundlage bildet unser Artikel "Musikerpersönlichkeit" , der gerade im Handbuch der Musikpsychologie im Rowohlt-Verlag erscheint.


Instrumentenkunde

Mo. 14 bis 16 Uhr · EF 50 Raum 4.310 · Beginn: 16.10.2017 · 160138

Inhalt des Seminars sind die Orchesterinstrumente, Tasteninstrumente und ethnische Instrumente. Darüber hinaus werden die Studierenden sich gegenseitig ihre Instrumente näher bringen, so dass alle Studierenden "Instrumentalunterricht" auf einem für sie unbekannten Instrument erhalten. Außerdem ist eine Exkursion nach Ostfriesland geplant, denn Ostfriesland bietet eine der interessantesten Orgellandschaften der Welt. Die Exkursion beinhaltet außerdem den Besuch des Organeums in Weener, ein bedeutendes Orgelmuseum.


Zur Psychologie der kommerziell eingesetzten Musik

Di. 12 bis 14 Uhr · EF 50 Raum 4.307 · Beginn: 17.10.2017 · 160136

In diesem Seminar geht es um die positiven und negativen Effekte bei jeder Musik, die nicht um ihrer selbst Willen komponiert wird, sondern um einen bestimmten außermusikalischen Zweck zu erfüllen. Diese sogenannte Funktionale Musik ist längst zu einem festen Bestandteil des heutigen Alltags geworden, deren Wirkung einer differenzierten Beschreibung bedarf. Sie führt in bestimmten Situationen zu einer "Reizüberflutung", in anderen erzeugt sie durchaus vorteilhafte Effekte. Sie befreit die Welt von einer "Friedhofsstille", macht sie bunter und erweist sich in vielen Lebenssituationen als positiv und hilfreich. Gleichzeitig sind aber die Kritiken an ihr nicht zu übersehen. Als Literaturgrundlage dient das im August erschienene "Handbuch der Funktionalen Musik" vom Springer-Verlag.


Zur Musikalischen Form der Unterhaltungsmusik

Do. 12 bis 14 Uhr · EF 50 Raum 4.307 · Beginn: 19.10.2017 · 160135

Die einfachste Form in der klassischen Musik ist die Liedform. Die komplexeste Form in der Unterhaltungsmusik ist die Liedform. Hier haben sich jedoch in den letzten zwei Jahrzehnten, so die Hypothese, starke Veränderungen abgezeichnet. Die Liedform ist durch starke Tendenzen der Vereinfachung in der Pop-Musik zu einem größeren Anteil verschwunden. Häufig finden sich nur noch Wiederholungen von Themen, aber auch hier gibt es wieder Vereinfachungen, indem nur noch Motive wiederholt werden. Diese Hypothese soll anhand der aktuellen Charts geprüft werden. Die Literaturgrundlage bildet die Formenlehre von Clemens Kühn und das Buch von Lutz Fahrenkrug-Petersen "Das Ende des Pop: Musik in der Sackgasse".