Martin Pohl-Hesse

Veranstaltungen im Sommersemester 2018


Analyse: Puccini, Spätwerke

Fr. 12 bis 14 Uhr · EF 50 Raum 4.310 · Beginn: 13.04.2018 · 160174

Puccinis späte Opern La fanciulla del West (Das Mädchen aus dem goldenen Westen), Il trittico (drei Einakter): Il tabarro (Der Mantel), Suor Angelica (Schwester Angelica) und Gianni Schicchi, sowie die unvollendete Oper Turandot,  werden (bis auf Turandot) seltener aufgeführt als die frühen Meisterwerke (La Bohème, Tosca, Butterfly). Aber gerade in diesen Werken zeigt sich der gereifte Komponist auf der Höhe seiner kompositionstechnischen Meisterschaft. Die zwischen ca. 1910 und seinem Tod 1924 entstandenen Opern gehören nicht zu den skandalumwobenen Meilensteinen der Avantgarde, die in jener Zeit entstanden, aber sie erweisen sich bei genauem Hinsehen als moderner denn gemeinhin angenommen. Inhalt des Seminars ist es, diesen Spätstil zu beschreiben, wozu auch die Untersuchung außereuropäischer Einflüsse sowie die dramaturgische Konzeption der Opern gehören. Darüber hinaus werden wir die üblicherweise gespielte Fassung der unvollendeten Turandot (Schluss von Franco Alfano) der neueren Version von Luciano Berio gegenüberstellen.


Schulpraktischer Satz

Fr. 10 bis 12 Uhr · EF 50 Raum 4.310 · Beginn: 13.04.2018 · 160179

Ziel des Seminars ist die Vermittlung von Kenntnissen, die zum Erstellen von Arrangements für verschiedene Besetzungen (Combo bis Schulorchester, Streicher und Bläser kombiniert, also nicht reine Streicher- oder Bläserklassen) erforderlich sind. Häufig gibt es die Situation, dass an einer Schule nicht genügend Instrumentalisten vorhanden sind, um mit kompletten, regulären Besetzungen (beispielsweise Big Band) zu arbeiten. Oft muss ein Lehrender mit dem auskommen, was zur Verfügung steht (bestimmte Instrumente gibt es häufig gar nicht, von anderen eher zuviel bzw. es müssen Anfänger wie Fortgeschrittene gleichermaßen integriert werden). Das Wissen um die Instrumente (z.B. Transposition, Umfang) sowie die spieltechnischen Möglichkeiten (was ist schwer, was ist leicht für Anfänger bzw. Fortgeschrittene) werden ebenso vermittelt wie das satztechnische Handwerk. Die stilistische Bandbreite reicht vom (Um-) Arrangieren klassischer Werke über Jazz bis zu Musical und Popsongs.

Zum erfolgreichen Abschluss des Seminars wird ein selbständig erstelltes Arrangement vorgelegt werden, in dem gewisse qualitative Voraussetzungen erfüllt sein müssen.