Michael Stegemann

Veranstaltungen im Sommersemester 2019


Musikgeschichte II - Von 1750 bis zum Ersten Weltkrieg

Mo. 10 bis 12 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 08.04.2019 · 160164

»Sturm und Drang«, Rokoko und »galanter Stil« / Wiener Klassik ( 1 ) : Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart / Wiener Klassik ( 2 ) : Ludwig van Beethoven und Franz Schubert /  Die Romantik und die »Entdeckung des Ich« / Belcanto, vokal und instrumental : Das Zeitalter der Virtuosen / Giuseppe Verdi, Richard Wagner und die Wiedergeburt der Oper / Befreiungs-Schläge : Die Nationalen Schulen / Johannes Brahms, Anton Bruckner und die Krise der Symphonie / Neue Formen, neue Harmonien, neue Klänge : Das Ende der Romantik / »Ein Schlagwort für Idioten« : Impressionismus / Ausdruck statt Eindruck : Expressionismus.


Interpretationsforschung – Deutschland, Frankreich, Russland - die großen Klaviertraditionen

Mo. 12 bis 14 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 08.04.2019 · 160163

Auch wenn die drei großen Schulen heute – im Zeitalter der Globalisierung – kaum mehr eine Rolle spielen, haben sie doch seit dem 19. Jahrhundert nicht nur die Interpretationsgeschichte geprägt, sondern auch den jeweiligen »Nationalstil« deutscher, französischer und russischer Klaviermusik. Wie sind sie entstanden, und was zeichnet sie aus? Was unterscheidet das Spiel einer Beethoven-Sonate von dem eines Chopin-Nocturnes? Kann ein und derselbe Interpret die donnernden Akkordkaskaden Rachmaninows, die »impressionistische« Farbigkeit Debussys und die konstruktivistische Linearität Schönbergs gleichermaßen meistern? Und ist das alles nur eine Frage der Technik?


Der Anfang der Romantik? Hector Berlioz und seine Symphonie fantastique

Di. 14 bis 16 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 09.04.2019 · 160161

Das ganze Semester einem einzigen Werk zu widmen, ist ein ehrgeiziges Unterfangen – aber alles andere als eindimensional, wenn es um ein Werk wie die Symphonie fantastique geht: eines der Schlüsselwerke der Musikgeschichte von jenem Komponisten, an dessen 150. Todestag (am 8. März) in diesem Jahr vielfach erinnert wird. Der Weg führt von den Skizzen und Vorläufern – etwa der Kantate Herminie – über ein detailliertes Studium der Handschrift (im Faksimile-Druck) und die frühe Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte bis zu den Bearbeitungen (z. B. durch Franz Liszt) und Nachwirkungen: Das ganze Spektrum der »Romantik«, die es ohne dieses Werk so nicht gäbe.


»Der Mozart der Champs-Élysées« – Jacques Offenbach zum 200. Geburtstag

Di. 16 bis 18 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 09.04.2019 · 160160

Der »Cancan« aus Orphée aux enfers (»Orpheus in der Unterwelt«) und die »Barcarole« aus Les Contes d’Hoffmann (»Hoffmanns Erzählungen«) gehören zu den berühmtesten Musiknummern aller Zeiten. Aber Jacques Offenbach war sehr viel mehr als nur der geniale Komponist von opéras-bouffes, deren Schauplätze von der antiken Mythologie bis zum Mond reichen. Der Lebens- und Schaffensweg des Sohns eines Synagogen-Kantors aus Köln nach Paris (wo er zunächst als Cellovirtuose Karriere machte) ist ein spannendes Zeitbild, in dem Politik, Gesellschaft und Musikgeschichte sich immer wieder kreuzen. Die einen (wie Richard Wagner) haben ihn ebenso tief gehasst wie ihn die anderen (wie Karl Kraus) bewundert haben – den »Mozart der Champs-Élysées«: einen der erfolgreichsten Komponisten des 19. Jahrhunderts.


Exkursion nach Paris

Di. 11.06. - Sa. 15.06.2019 · 160162

Natürlich auf den Spuren von Hector Berlioz und Jacques Offenbach, und zu ihren Gräbern auf dem Cimétière de Montmartre. Aber auch zur Instrumentensammlung der Cité de la Musique, zu den Musikhandschriften der Bibliothèque Nationale, zum Palais Garnier und dem »Fantôme de l’Opéra«, zu einem Konzert im Invalidendom und zu der großen Cavaillé-Coll-Orgel der Église Saint-Sulpice… Bienvenue & bon voyage!