Michael Stegemann

Veranstaltungen im Sommersemester 2020


Musikgeschichte II – Von 1750 bis zum Ersten Weltkrieg

Mo. 10 bis 12 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 06.04.2020 · 160162

Sturm und Drang«, Rokoko und »galanter Stil« / Wiener Klassik ( 1 ) : Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart / Wiener Klassik ( 2 ) : Ludwig van Beethoven und Franz Schubert /  Die Romantik und die »Entdeckung des Ich« / Belcanto, vokal und instrumental : Das Zeitalter der Virtuosen / Giuseppe Verdi, Richard Wagner und die Wiedergeburt der Oper / Befreiungs-Schläge : Die Nationalen Schulen / Johannes Brahms, Anton Bruckner und die Krise der Symphonie / Neue Formen, neue Harmonien, neue Klänge : Das Ende der Romantik / »Ein Schlagwort für Idioten« : Impressionismus / Ausdruck statt Eindruck : Expressionismus.


Interpretationsforschung – Zwischen Werktreue und Regietheater: Inszenierungen und Interpretationen von Monteverdis Orfeo bis Bergs Wozzeck (zusammen mit Zélie Jouenne)

Mo. 12 bis 14 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 06.04.2020 · 160160

Dass Opern für die Bühne komponiert werden, ist scheinbar eine Binsenweisheit. Aber der Weg vom barocken Singen an der Rampe über Richard Wagners Gesamtkunstwerk-Idee von »Oper und Drama« bis hin zum modernen Regietheater, das oft scheinbar nichts mehr mit dem inszenierten Werk zu tun hat, ist komplex und ungeheuer spannend am Beispiel eines Dutzends großer Opern in unterschiedlichen Produktionen will das Seminar zeigen, wo die Grenzen verlaufen, und was eine schlüssige Regie zum Verständnis eines Werkes beitragen kann und sollte.


Ludwig van Beethoven zum 200. – Teil 2: Der mittlere Beethoven

Di. 14 bis 16 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 07.04.2020 · 160161

Von 1804 bis 1812 – acht Jahre dauerte es von der Dritten bis zur Achten Symphonie: Eine Zeit, die in der einschlägigen Beethoven-Literatur generell als »mittlere« Schaffensperiode bezeichnet wird. Die (Um)Brüche der klassischen Form, die er mit der »Eroica« auf die Spitze getrieben hatte, sind nun festgeschrieben, und das Publikum hat sich mit ihnen abgefunden, wenn nicht sogar angefreundet. Beethoven ist etabliert und gilt als der bedeutendste Komponist Wiens, wird vom Adel und vom Hof gefördert und finanziert, scheint auf der Höhe seines Ruhms. Zugleich aber schreitet seine Ertaubung weiter fort, und bald schon ist an öffentliche Auftritte als Pianist oder Dirigent kaum mehr zu denken. Alles steuert auf eine Krise zu…


Ludwig van Beethoven zum 200. – Teil 3: Der späte Beethoven

Di. 16 bis 18 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 07.04.2020 · 160163

Der fast ertaubte Komponist kommuniziert mit seiner Umgebung fast nur noch schriftlich (über die so genannten »Konversationshefte«) und muss verschiedene private Sorgen lösen, rund um die Vormundschaft für seinen Neffen Karl. Und auch seine Musik verändert sich: Nach der spektakulären Premiere von Wellingtons Sieg und der letzten Fassung seiner einzigen Oper Fidelio zieht sich Beethoven mehr und mehr in spekulative Konstrukte zurück, die in den späten Klaviersonaten und vor allem in den späten Streichquartetten gipfeln. Daneben entstehen Monumentalwerke wie die Missa solemnis oder die Neunte, die ihre Publikum freilich eher irritieren als begeistern. In den letzten Jahren häufen sich Krankheiten – vor allem eine Leberzirrhose, an der Beethoven schließlich sterben wird.