Michael Stegemann

Veranstaltungen im Wintersemester 2019/20


Musikgeschichte I – Von den Anfängen bis 1750

Mo. 10 bis 12 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 14.10.2019 · 160163

Von Babylon nach Paris – viereinhalb Jahrtausende Einstimmigkeit / Die Schule von Notre-Dame und die frühe Mehrstimmigkeit / Das Alte und das Neue – von der Ars antiqua zur Ars nova / Troubadours und Trouvères, Minnesang und Meistersinger / Die Wiedergeburt Europas aus dem Geist der Antike – Renaissance / Wahrheit statt Kunstfertigkeit – Claudio Monteverdi und die Anfänge der Oper / Die »Tugend« der Virtuosität – die Emanzipation der Instrumentalmusik / Im Glanz des »Sonnenkönigs« – der französische Barock / »Das Staunen der Welt« – Venedig, Vivaldi und das Solokonzert / Dreimal Geburtsjahr 1685 – Domenico Scarlatti, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel.


Musikgeschichte III – Die Musik des 20. & 21. Jahrhunderts im Überblick

Mo. 12 bis 14 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 14.10.2019 · 160164

Musikgeschichte III beginnt mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und versucht, einen Überblick über die wichtigsten kompositorischen Strömungen des 20. Jahrhunderts zu geben: Noch einmal davongekommen – Expressionismus und Neue Sachlichkeit / Erinnerungen an die Zukunft – Neoklassizismus und Futurismus /    Alter Wein in neuen Schläuchen – Arnold Schönberg und die Zwölftonmusik / Abgründe – Musik im Nationalsozialismus und Stalinismus / Im Westen viel Neues – Charles Ives, John Cage und die Neue Musik in den USA / Die (Neu)Ordnung der Welt – Serialität / Vom Kölner WDR zum IRCAM – Die elektronische Musik / Zufall und Notwendigkeit – Aleatorik und graphische Notation / Drei Lehrer ohne Schule – Olivier Messiaen, Frank Martin und Bernd Alois Zimmermann / Die gescheiterte Revolution – Das Ende der Serialität und die so genannte Postmoderne / Ausblick – Das 21. Jahrhundert.


Zum Beethoven-Jahr 2020 – ein Triptychon ( 1 ) »Mozarts Geist aus Haydns Händen« – der frühe Beethoven

Di. 14 bis 16 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 15.10.2019 · 160166

Der 250. Geburtstag Beethovens (im Dezember 2020) wirft längst schon seine langen Schatten voraus. Der »Großkomponist«, an dem keiner vorbei kommt, ist eine der zentralen Gestalten des Weltkulturerbes. Und doch dürfte sich das, was ›man‹ von ihm kennt und über ihn weiß, selbst bei Musikstudierenden auf relativ wenige Werke und Fakten beschränken… Die übliche Dreiteilung seines Lebens und Schaffens in drei Abschnitte legt es nahe, dem Phänomen »BTHVN« in drei großen Seminaren nachzuspüren. Das erste reicht von den frühen Bonner Jahren bis zu Eroica – der Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55, mit der tatsächlich so etwas wie eine neue musikalische Zeitrechnung beginnt.


Europa um 1800 – Die Blüte des »klassischen« Stils

Di. 16 bis 18 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · Beginn: 15.10.2019 · 160162

Der »klassische« Stil steht für eine Ordnung des musikalischen Denkens, die sich um 1750 allmählich aus dem Regelwerk des Barock befreite und zu neuen Gattungen und Formen gelangte, vor allem in der Instrumentalmusik: Symphonie, Quintette, Quartette, Trios, Duo- und Solo-Sonaten zum einen, Sonatenhauptsatzform (mit Exposition, Durchführung und Reprise), dreiteilige Tanz-, Lied- und Scherzoformen, Rondo und Variationen zum anderen. Der Entwicklungsprozess verlief erstaunlich schnell und gelangte um 1800 zu einer Blüte, die bis heute nachwirkt. Das Seminar geht der Frage nach, welche zeitgeschichtlichen, ästhetischen und kompositionstechnischen Aspekte zusammengewirkt haben, um diese Blüte zu erreichen? Und: Wie viel Altes steckt in diesem Neuen, das man mit dem Begriff »Klassik« nur sehr annähernd erfassen kann?


Bild und Klang – Zwischen Himmel und Hölle (gemeinsam mit Prof. Dr. Barbara Welzel u. a.)

Di., 19:30 bis 21 Uhr · Stadtkirche St. Reinoldi · Beginn: 15.10.2019 · 160160

Die öffentliche Vorlesung »Bild und Klang« nimmt im Wintersemester 2019/20 die Stadtkirche St. Reinoldi als Aussichtsplattform, um Themen »Zwischen Himmel und Hölle« im interdisziplinären Gespräch von Kunstgeschichte, Geschichte und Musikwissenschaft zu diskutieren: Vorstellungen des Paradieses werden ebenso eine Rolle spielen wie Darstellungen des Jüngsten Gerichts. Der Himmel als Luftraum, als kosmologischer Ort der Sterne, die Erde, Landschaften und Städte, aber auch Welten unter Tage sowie die Hölle von Krieg, Verfolgung und Vertreibung, schließlich Heimat und Exil werden zur Sprache kommen.