Mark Gotham

Veranstaltungen im Wintersemester 2021/22


Hinweis: Die Anmeldung im LSF ist unbedingt erforderlich!


Tonsatz: Komposition von Liedern im Stil des 19. Jahrhunderts

Di. 10-12 Uhr · Online · 160193

Tonsatz-Kurse vermitteln kreative und technische Fähigkeiten in der Komposition und geben Einblick in eine historische Praxis. Dieser Kurs baut die Fähigkeiten auf, die erforderlich sind, um ein Lied in der Tradition des 19. Jahrhunderts zu komponieren. Dieses Repertoire als Gegenstand der Beschäftigung bietet einen idealen Kontext, um Fähigkeiten zu erlangen, textbasierte Musik zu schreiben: Schwerpunkte sollen sein: der Umgang mit (chromatischer) Harmonie, das Schreiben idiomatischer Musik für das Klavier sowohl solistisch als auch als Begleitinstrument.

Übungen, Studienleistung, Aufführung:

Im Laufe des Semesters werden wir Übungen der schrittweise wachsenden Autonomie durcharbeiten, vom Singen und der Analyse historischer Beispiele bis zur Fertigstellung von Teilarbeiten (z. B. ein Lied, dem der Großteil der Klavierbegleitung fehlt). Wir arbeiten allmählich auf die endgültige Einreichung hin, die darin besteht, ein völlig neues Lied in einem kongruenten Stil zu komponieren. Den Studenten steht es frei, jeden Text aus dem 19. Jahrhunderts (oder älter) und in jeder Sprache zu verwenden. Der Kurs endet mit einer Aufführung dieser neuen Lieder, die als Studienleistung gewertet wird.

Am Ende des Semesters wird eine vierstündige Tonsatzklausur als Modulabschluss angeboten.


Analyse II: Jenseits der lingua franca der diatonischen Tonalität

Mi. 10-12 Uhr · Online · 160188

Westliche klassische Komponisten des 19. Jahrhunderts begannen, radikale Erweiterungen der Lingua franca des diatonischen Dur-Moll-Systems zu entwickeln. Dieser Kurs untersucht einige der innovativsten und nachhaltigsten von ihnen, einschließlich der Transformationstheorie, modaler Tonleitern und neuer Methoden in Rhythmus und Metrik. Verwurzelt in der klassischen Musik des 19. Jahrhunderts betrachtet dieser Kurs auch relevante Parallelen in der populären Musik des späten 20. Jahrhunderts, und anderes "tonales, aber nicht so diatonisches" Repertoire.

Als Studienleistung soll jede/-r Teilnehmer/-in eine Präsentation darbieten über ein Musikstück freier Wahl. Darüber hinaus kann als Modulabschluss eine Hausarbeit zu einem vorab vereinbarten Thema geschrieben werden, das für die im Kurs behandelten Themen relevant ist. Das Thema der Arbeit sollte relevante analytische Beobachtungen beinhalten, die für ein besseres Verständnis in der betreffenden Arbeit sorgen. Die Verwendung von kommentierten Partituren, summativen Tabellen und anderem unterstützenden Material wird dringend empfohlen.


Kolloquium zur Masterarbeit: Aktuelle Entwicklungen in der Musiktheorie

Do. 14-16 Uhr · Online · 160189

Diese Kolloquiumsreihe untersucht die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Musiktheorie und hilft den Studierenden, ihre eigenen Arbeitsweisen in Vorbereitung auf die eigene Masterarbeit zu entwickeln, die neu auf dem Gebiet sind. Jedes Mitglied wird mindestens zweimal präsentieren, zuerst zu einer oder mehreren Forschungsarbeiten, die für das jeweilige Gebiet von Interesse sind (im Rahmen des Aufbaus einer Literaturübersicht) und dann mindestens einmal zu der eigenen Arbeit. Zusätzlich zu diesem "Kern"-Curriculum werden wir auch vier Gastvorträge hören mit dem Schwerpunkt computergestützter Methoden in der Musiktheorie und Komposition (zwischen der Literaturrecherche und den ‚Work-in-Progress‘-Präsentationen).


Komposition: Alles zusammenfügen in der Moderne

Do. 10-12 Uhr · Online · 160192

Dieser Kurs beginnt mit einer „Tonsatz“-Einheit von Übungen in Kompositionsmethoden, die mit dem 20. Jahrhundert verbunden sind: komponieren mit atonalen und seriellen Techniken und mit zu der Zeit „modernen“ Ansätzen in der Musik (primär komplexe Rhythmen und Metrik). Die Studierenden werden kurze Stücke mit den erlernten Techniken komponieren, bevor es zu einer freien Wahl der endgültigen Komposition übergeht.

Bewertung

Die Studienleistung ist eine Komposition, die von einem kurzen Kommentar begleitet wird, in dem technische Fragen und Einflüsse diskutiert werden (die spezifischen Techniken, die im Kurs behandelt werden, sind optional). Kompositionen können für alle Besetzungen und in jedem Stil sein (beachten Sie jedoch die Rahmenbedingungen der abschließenden Aufführung). Die Bewertungskriterien basieren auf der Qualität, dem Einfallsreichtum und der technischen Eignung der Komposition.

Aufführung

Der Kurs endet mit einer Aufführung dieser abschließenden Kompositionen von Interpretinnen und Interpreten, die von den Komponierenden selbst organisiert wurden. Es wird dabei Hilfestellung geleistet, jedoch ist die erfolgreiche Planung und Organisation einer oder mehrerer Aufführungen und das Schreiben speziell für Ausführende (und vorzugsweise in Zusammenarbeit mit ihnen) eine wesentliche Fähigkeit für Komponistinnen und Komponisten und somit auch Teil der Bewertung. Auch dies ist Teil der Studienleistung.