Eva-Maria Houben

Veranstaltungen im Wintersemester 2017/18


Tonsatz: Auf den Spuren der Renaissancemusik

2 S Do 10:00-12:00 EF 50 4.313                                      Houben, E.-M. / Ebeling, M.

„Die Musikwelt der Renaissance“: ein buntes Angebot von Instrumentalfarben, Harmonien, Gattungen und Formen. Die Renaissance? Ein neu aufkommendes Lebensgefühl, das mit Schlagwörtern wie „Seelenfreude“, „Entdeckung der Perspektive“, Buntheit und Üppigkeit, Repräsentation und Fest, dann auch Melancholie und „sadness“ kaum annähernd zu beschreiben ist. Und wie wäre denn die Musik zeitlich abzustecken, ist doch nicht einmal entschieden, ob es sich bei der Renaissance tatsächlich um eine Art Epoche – jedenfalls in musikalischer Hinsicht – handeln soll? Das Seminar konzentriert sich auf die Zeit von etwa 1450 bis 1600 und behandelt als Schwerpunkte a) das mehrstimmige Lied; b) die Tanz- und Repräsentationsmusik; c) das begleitete Sololied; d) die solistische Instrumentalmusik (Orgel, Cembalo, Laute).

Das Abschlusskonzert ist am Do., 25.01.2018, 19.00 Uhr, in der Kirche St. Marien, Witten.

Das Seminar beginnt: Do., 19.10.2017.


Praktiken des Komponierens? – Komponieren von Praktiken!

2 S Di 14:00 – 16:00 EF 50                                                                      Houben, E.-M.

Unter dem Titel „Praktiken des Komponierens“ erschien eine Publikation von Tasos Zembylas und Martin Niederauer, in der die Autoren „soziologische, wissenstheoretische und musikwissenschaftliche Perspektiven“ auf den Kompositionsprozess öffnen. Dieses Seminar berührt solche Fragen kurz, widmet sich aber viel eher der Praxis der Ausführenden, die sich mit ihrem Tun in eine bestimmte Situation hineinbegeben und für etwas Bestimmtes eintreten. Es ist durchaus nicht gleichgültig, ob allein, zu zweit, zu dritt etc. musiziert wird. Welche Beziehungen und Kommunikationsstrukturen entwickeln sich? Wie sieht es aus, wenn viele am Aufführungsprozess beteiligt sind? Welche Bedeutung hat die Platzierung des Einzelnen, des Ensembles, der beiden Spieler beim Duo etc. im Raum? Das Seminar widmet sich diesen Fragen und lädt ein, gezielt Situationen, Orte, Prozesse, Kommunikationsweisen, Bewegungen in den Kompositionsprozess einzubeziehen.

Das offizielle Abschlusskonzert ist am Fr., 26.01.2018, 19.00 Uhr, in der Studiobühne, EF 50.

Das Seminar beginnt: Di., 17.10.2017.


Analyse: Die Gruppe der Fünf oder „Das mächtige Häuflein“

2 S Mi 10:00 – 12:00 EF 50 4.307                                                           Houben, E.-M.

„Das mächtige Häuflein“: So wurde eine Gruppe russischer Musiker ab den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts genannt, die sich aufgemacht hatten, einen neuen russischen, nationalen Weg zu gehen – Balakirew, Borodin, Cui, Rimski-Korsakow und Mussorgski. Vor allem die symphonische Musik und die Oper standen im Zentrum ihres Schaffens, aber auch das Lied fand große Beachtung, die sich in Volksliedsammlungen, aber auch im eigenen Liedschaffen niederschlug. Im Seminar werden vornehmlich Symphonisches Werk und Oper behandelt. Dabei gilt der Instrumentation (Meister war hier vor allem Rimski-Korsakow) ein besonderes Augenmerk.

Das Seminar beginnt: Mi., 18.10.2017.

Einführende Literatur: Victor I. Seroff, Das mächtige Häuflein. Der Ursprung der russischen Nationalmusik, Zürich: Atlantis 1963; Sigrid Neef, Die Russischen Fünf. Balakirew – Borodin – Cui – Mussorgski – Rimski-Korsakow. Monographien – Dokumente – Briefe – Programme – Werke, Berlin: Ernst Kuhn 1992.


Kolloquium zur Masterarbeit

2 S Mi 12:00 – 14:00 EF 50 5.207                                                           Houben, E.-M.

Das Master-Kolloquium beginnt: Mi., 18.10.2017. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.