Günther Rötter

Musikpsychologische Betrachtungen des Werks von Gustav Mahler

Mo. 14 bis 16 Uhr · EF 50 Raum 4.310 · Beginn: 14.10.2019 · 160136

„Einer von uns Beiden muß verrückt sein - ich bin es nicht!“ (Eduard Hanslick über Mahlers 1. Sinfonie)

Der Komponist Gustav Mahler ist bis heute nicht unumstritten, dabei gleichen sich die Argumente seiner Freunde und Feinde oft aufs Haar (Tagesspiegel, 13.05.2011) „Die zitathaftigkeit der Musik, ihre Dekonstruktionen, ihr notorisches sich „ausgenießen“ (auf Alban Berg) bis zur völligen Entgrenzung und Erschöpfung, das Uneigentliche, die Ironie, … - das stößt viele ab; gleichzeitig zieht die Schärfe und Sukzessiviät seines Geistes, die Virtuosität seiner Instrumentation und seine Welt- und Zeitfühligkeit viele an.“ Auch als Person ist Mahler sehr vielschichtig und es gibt nur wenige Komponisten bei denen der Zusammenhang zwischen Biografie und Werk so offensichtlich ist.



Harmonie- und Formenlehre aus Sicht der systematischen Musikwissenschaft

Di. 10 bis 12 Uhr · EF 50 Raum 4.310 · Beginn: 15.10.2019 · 160137

Nicht immer sind die Fächer Harmonie- und Formenlehre bei den Studenten beliebt. Gleichwohl gehören diese beiden Fächer zu den essentiellen, unverzichtbaren Lehrinhalten des gesamten Studiums. So ist zum Beispiel die Kenntnis der großen symphonischen Formen das Verständnis von Modulationen bis hin zu elementaren Erscheinungen, wie die Skalen des Dur-Moll-Systems und der Kirchentonleitern unverzichtbar. Wer diese beiden Disziplinen nicht beherrscht, dem verschließt sich jeglicher wissenschaftlicher und analytischer Zugang zur Musik.

Den Phänomenen der Harmonie- und Formenlehre liegen wahrnehmungspsychologische Gesetze zugrunde, die es in diesem Seminar zu untersuchen gilt.