Klaus Oehl

Veranstaltungen im Wintersemester 2019/20


Formenlehre – Kurs A

Di. 10 bis 12 Uhr · Raum 4.313 · 160192 · ab 15.10.19

Formkonzeptionen und -prinzipien in Vokal- und Instrumentalmusik stehen im Mittelpunkt des Seminars Formenlehre. Untersucht werden zunächst Bestandteile der musikalischen Form: Motiv, Thema, Periode, Satz. Es geht um exakte, musikhistorisch begründete Verbalisierungen der analysierten musikalischen Verläufe. Nachgewiesen werden die formbildenden Strukturen in einfachen und in zusammengesetzten Liedformen, ausgehend vom einfachen Volkslied über das Charakterstück innerhalb der Klaviermusik bis hin zum Sonaten- oder Sinfoniesatz. Die Betrachtungen der kontrapunktischen Formen widmen sich den Formprinzipien der Invention, der Fuge und des Kanons. Die Darstellung wesentlicher Formkonzeptionen in ihrer historischen Bedingtheit bezieht auch Variationsform, Suite, Rondoform, Sonatensatzform und Konzertsatzform ein.

Lit.: Clemens Kühn: Formenlehre. Kassel, u.a. 2004. 
Lektüregrundlage, bitte das Buch aus Lehrbuchsammlung der UB entleihen oder (ggfs. auch antiquarisch) kaufen!


Analyse I: Beethovens Sonaten für Cello und Klavier und ausgewählte Klaviertrios (gem. mit Markus Beul, Cellist der Dortmunder Philharmoniker)

Do. 10 bis 12 Uhr · EF 50 Raum 4.313 · 160133 · ab 17.10.2019

Beethovens zehn Violinsonaten sind möglicherweise die bekannteren, die fünf großartigen Sonaten für Cello und Klavier, mit denen Beethoven die Gattung eigentlich erst begründet hat, lohnen es aber allemal, sich ein Semester analytisch eng am Notentext mit ihnen zu beschäftigen. Der Cellist Markus Beul wird am Analyse-Seminar teilnehmen und Einblicke in seine Sicht auf Werke und Spieltechnik geben können. Außerdem werden Beul und die Pianistin Claudia Kohl die Sonaten in zwei Kammerkonzerten im Blauen Salon des Schulte-Witten-Hauses in Dorstfeld im Rahmen des Beethoven-Jahrs 2020 auch aufführen.

Voraussetzung zur Teilnahme sind solide Harmonielehrekenntnisse.


Musikwissenschaftliches Masterkolloquium

Mi. 10 bis 12 Uhr · EF 50, Büro Oehl 4.306 · 160196 · ab 16.10.19

Hier handelt es sich um die fachwissenschaftliche Begleitveranstaltung zur Masterarbeit, die im Vorfeld oder neben der Erstellung der Abschlussarbeit belegt werden kann. Es werden spezifisch musik-wissenschaftliche Fragen ebenso erörtert wie allgemeine zu Methodik, Arbeitstechniken, Literaturrecherche, Quellenkritik, Disposition und Gliederung der Arbeit. Für künstlerische Arbeiten besuchen Sie bitte das Kolloquium von Frau Houben, für musikpädagogische jenes von Frau Kranefeld.


L’Italiano musicale: Italienisch für Musiker Seminar, Angebot für Hörerinnen und Hörer aller Fachrichtungen

Do. 12 bis 14 Uhr · EF 50, Raum 4.313 · 160130 · ab 17.10.19

Der Sprachkurs für Anfänger ohne oder mit geringen Vorkenntnissen führt in verschiedene Aspekte des Musiklebens ein, wobei Opernhaus, Musikhochschule und die musikalische Praxis in Form von alltagssprachlichen Dialogen ebenso thematisiert werden wie musikalische Fachbegriffe, Musikgeschichtliches und Kurioses aus der Welt der Oper. Benvenuti! Der Kurs ist in Kooperation mit dem ZHB, Bereich Fremdsprachen, der TU Dortmund ein Anfängerkurs nach dem europäischen Zertifizierungsrahmen; es besteht also die Möglichkeit, am Ende in der letzten Sitzung eine Klausur mitzuschreiben. Nach deren Bestehen kann das Sprachniveau A.1.1  bescheinigt werden.


Coming-of-age-Filme und -Film-Musiken aus didaktischer und musikwissenschaftlicher Sicht (gem. mit Michaela Günther, Germanistik)

Fr. 14 bis 16 Uhr · EF 50 Raum 4.310 · 160165 / 151707

· Beginn: 11.10.2019 !!

Filme werden von der Länderkonferenz Medienbildung als „narratives Leitmedium für Kinder und Jugendliche“ eingeschätzt, sie fordern zur Auseinandersetzung heraus und stellen vielfältige Angebote der Wirklichkeitswahrnehmung und Welterschließung dar. Neben den Bildern und narrativen Mustern kommt gerade der Musik in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu, da sie – wie auch in der Lebenswirklichkeit – wesentlicher Teil jugendlicher Selbstdefinition ist und somit identitätsstiftende Aspekte besitzt.

Als audiovisuelles Medium legt der Film einen fächerverbindenden Ansatz nahe: Aus filmdidaktischer wie auch musikwissenschaftlicher Perspektive sollen daher im Seminar ausgewählte Coming-of-Age-Filme (darunter: Harold and Maude, Call me by your name, Tschick, Persepolis) exemplarisch im Hinblick auf Fragen der Identität und Persönlichkeitsentwicklung analysiert und mit Fokus auf eine Auseinandersetzung im Deutsch- bzw. Musikunterricht der Sekundarstufe reflektiert werden.

Im Studienverlauf erworbene Kompetenzen sollen im Seminar für die fundierte Vermittlung von Literatur und Film fruchtbar gemacht werden, sodass über literarische Texte, mediale Artefakte und Filmmusik kompetent gesprochen werden kann. Konkretisiert bedeutet dies: Am Ende des Seminars verfügen Studierende über einige filmanalytische und filmmusikalische Basiskompetenzen, sind in der Lage zentrale didaktische Fragestellungen auf Beispiele anzuwenden und Ideen für eine Behandlung von Filmen im Unterricht der Sekundarstufe zu entwickeln.

Regelmäßige Teilnahme + ggf. Präsentation eines Fachtextes (fachlicher oder didaktischer Schwerpunkt) oder Präsentation  einer Unterrichtsidee.

Wegen der Filmvorführungen werden mindestens drei Sitzungen deutlich verlängert, die Anwesenheit ist obligatorisch.


Kammerchor (Leitung: Ulrich Lindtner)

Di. 18.30 bis 21.30 Uhr · zwei Probenwochenenden (15./16. November u.a.) · Raum 4.313

Die Proben zum Semesterprogramm mit Brittens A Ceremony of Carols und weiterer weihnachtlicher Musik von Brahms („O Heiland reiß die Himmel auf“), Schütz, und anderen haben bereits begonnen.

Neue Sängerinnen und Sänger mit vorgebildeter Stimme sind willkommen!