Künste im Dialog

Ein Erfahrungsbericht von Theresa Bourdick

Seit 2015 gibt es die Summer School, die sich an Studierende mehrerer Universitäten in NRW richtet. In diesem Jahr stand sie unter dem Motto „Künste im Dialog“ und fand vom 12. bis 15.September in Bielefeld statt. Um ehrlich zu sein, hatte ich bei der Anmeldung zur Summer School keinerlei Vorstellung, was mich erwarten würde. Ich hatte von Studierenden, die im Vorjahr teilgenommen hatten, nur gehört, dass es wohl „ganz gut“ war und terminlich passte es für mich auch gerade gut. Als ich nun also an der Uni Bielefeld ankam, war ich in der Erwartung eines üblichen Blockseminars, wurde aber positiv überrascht.

Es gab ein breites Angebot an Workshops, die jeweils von Dozentinnen und Dozenten aus verschiedenen Unis NRW's gegeben wurden. So waren dort zum Beispiel Dozenten aus Münster, Dortmund, Wuppertal, Essen, Köln, Paderborn und natürlich aus Bielefeld vertreten.

Kreativ-Workshops zu innovativer Unterrichtsgestaltung

Ich besuchte zunächst den Kurs „Malen zur Musik“.  Dort lernte ich verschiedene Techniken kennen, die man in der Schule verwenden kann, um mit Schülern zu Musik zu malen und mit ihnen darüber zu reflektieren. Die Techniken wurden auch didaktisch reflektiert und in Bezug auf ihre Tauglichkeit für den Einsatz in der Schule diskutiert.

In einem anderen Workshop lernte ich verschiedene Wege zur Improvisation in der Musik kennen. Auch hier lag der Fokus darauf, Dinge selber auszuprobieren und anschließend zu reflektieren, wie man die verschiedenen Techniken in der Schule einsetzen könnte. Es wurden dabei alle Schulformen berücksichtigt, was ich sehr gut fand, da der Workshop so für alle Studierenden ansprechend war.

In meinem dritten Workshop ging es dann um sogenannte Soundscapes – Landkarten erstellt aus unterschiedlichen Sounds der Umgebung. Eine Technik, die mir zuvor völlig unbekannt war, die aber tolle Möglichkeiten für die Schule liefert, da Schülerinnen und Schüler für Umweltsounds sensibilisiert werden und die Arbeit mit technischen Geräten oft sehr beliebt ist. Zudem war es etwas völlig anderes als die Themen, die ich aus meinem Musikunterricht kannte.

Neben den vielfältigen Workshops war es aber besonders interessant, Studierende und auch Dozentinnen und Dozenten von anderen Universitäten kennenzulernen. Ich persönlich kannte davor fast nur Leute, die Musik auf Lehramt in Dortmund studieren. Die Summer School bot die Möglichkeit, mit neuen Menschen in Kontakt zu treten und sich über verschiedene Themen auszutauschen.

Austausch mit Gleichgesinnten

Das Organisationsteam der Uni Bielefeld hatte dafür gesorgt, dass man auch wirklich die Chance hatte die anderen Teilnehmer kennenzulernen. Am ersten Abend wurde gegrillt, am zweiten gab es die Möglichkeit zusammen ein Konzert in Bielefeld zu besuchen und am dritten Abend wurde eine Open Stage organisiert, wo zusammen musiziert werden konnte.

Im nächsten Jahr wird es wieder eine Summer School geben und ich kann nur empfehlen daran teilzunehmen, da ich dort dieses Jahr eine wirklich gute Zeit hatte. Man hat dort zwar eine anstrengende aber wirklich spannende, lehrreiche und praxisbezogene Woche. Auch wenn man eventuell nicht alles, was man dort gelernt hat, später selber im Unterricht umsetzt, hat man zumindest neue Anregungen und Ideen bekommen, wie der Musikunterricht in der Schule  abwechslungsreich gestaltet werden kann.

Ein weiteres Plus: In nur wenigen Tagen kann man einen kompletten Kurs abschließen und hat so im Semester mehr Zeit für alle anderen Verpflichtungen.

Fotos: Marta Rozej-Galczynska