Michael Stegemann

Veranstaltungen im Wintersemester 2016/2017


Musikgeschichte I. Von den Anfängen bis 1750

Mo., 10:00–12:00 · EF 50, 4.313 · Beginn: 24.10.2016 · 160170

Vorlesung mit Abschluss-Klausur: Von Babylon nach Paris – viereinhalb Jahrtausende Einstimmigkeit / Das Alte und das Neue – von der Ars antiqua zur Ars nova / Klang–Welten (1)– Europa um 1500 / Die Wiedergeburt Europas aus dem Geist der Antike – Renaissance / Wahrheit statt Kunstfertigkeit – Claudio Monteverdi und die Anfänge der Oper / Klang–Welten (2) – Europa um 1650 / Zwischen den Religionen – katholische und protestantische Kirchenmusik / Die »Tugend« der Virtuosität – die Emanzipation der Instrumentalmusik / Im Glanz des »Sonnenkönigs« - der französische Barock / »Das Staunen der Welt« - Venedig, Vivaldi und das Solokonzert / Dreimal Geburtsjahr 1685 – Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel & Domenico Scarlatti.


Komposition - Vom Teil zum Ganzen - Fragmente von Mozart und Schubert, fortgeschrieben

Mo., 12:00–14:00 · EF 50, 4.313 · Beginn: 24.10.2016 · 160174

Fragmente gehören zum Spannendsten und Rätselhaftesten in den Nachlässen Mozarts und Schuberts. Manchmal sind es nur ein paar flüchtig skizierte Takte, dann wieder weit ausgeführte Particell- oder Partitur-Entwürfe. Immer wieder haben Komponisten und Musikforscher – mehr oder weniger glücklich – versucht, diese Fragmente zu vervollständigen: sei es im Stil des Komponisten, sei es mit eigenen Ideen. In unserem Seminar soll es um die zweite Kategorie gehen – um ein Fortdenken und Fortschreiben, angeregt durch die vorhandenen Materialien. Die Ergebnisse werden am Montag, dem 6. 2. 2017 (18:30) in einem Konzert in der Studiobühne vorgestellt.


Mehr als nur "Karneval der Tiere" - Camille Saint-Saëns I

Di., 14:00–16:00 · EF 50, Raum 4.313 · 2 SWS · Beginn: 25.10.2016 ·160171

Charles‐Camille Saint‐Saëns wurde am 9. Oktober 1835 in Paris geboren – achteinhalb Jahre nach dem Tod Ludwig van Beethovens – und starb am 16. Dezember 1921 in Algier – achteinhalb Jahre nach der Uraufführung von Igor Strawinskys Le Sacre du printemps. Es dürfte wohl keinen anderen bedeutenden Komponisten geben, dessen Schaffen sich über einen ähnlich langen Zeitraum erstreckt und eine ähnliche Vielfalt aufzuweisen hat.

Im Oktober erscheint mit der dritten, so genannten »Orgel-Symphonie« c-Moll op. 78 bei Bärenreiter der erste Band einer historisch-kritischen Edition seiner Œuvres instrumentales complètes in 36 Bänden, die von Michael Stegemann wissenschaftlich betreut und von unserem Institut gefördert wird. Sie umfasst rund 325 Werke: Von einem Klavierstück in C‐Dur, das Saint-Saëns am 22. März 1839 komponiert hat – mit dreieinhalb Jahren – bis zur Orchesterfassung seiner Valse nonchalante op. 110, die er am 13. Dezember 1921 beendet, drei Tage vor seinem Tod. Es ist also höchste Zeit, sich einmal ausführlich – über zwei Semester hinweg – mit diesem Komponisten zu beschäftigen…


Schaukeln, Drehen, Schieben, Springen - Tänze vom 15. bis zum 18. Jahrhundert (gemeinsam mit Klaus Oehl)

Di., 16:00–18:00 · EF 50, Raum 4.313 · 2 SWS · Beginn: 25.10.2016 · 160172

Nein, die beiden Dozenten werden sicher nicht selbst das Tanzbein schwingen… Aber für alle, die sich immer schon gefragt haben, was es eigentlich mit der langen Tradition der Renaissance- und Barocktänze auf sich hat – bis hin zu ihren Stilisierungen in der Suite –, ist dieses Seminar genau richtig: Von der Bransle bis zum Menuett – wobei es sowohl um die Musik wie um die Auf- & Ausführung geht, als auch um die gesellschaftliche Rolle des Tanzes.


Bild und Klang - Krieg und Frieden (gemeinsam mit Barbara Welzel)

Di., 19:30-21:00 · Stadtkirche St. Reinoldi · 2 SWS · Beginn: 18.10.2016 · 160173

In diesem Wintersemester widmet sich die Vorlesungsreihe in der Stadtkirche St. Reinoldi einem Thema, das allgegenwärtig zu sein scheint – und doch in seinen Ausprägungen in Bildender Kunst und Musik höchst unterschiedliche Perspektiven zulässt: Den Kämpfen der Antiken Götter, wie sie der Pergamon-Altar überliefert, wird ebenso ein Abend gewidmet wie dem Spanischen Bürgerkrieg in den 1930er Jahren und Picassos Hauptwerk »Guernica«; musikalisch reicht das Spektrum von der ersten Kriegsmusik – Clément Janequins »La Guerre« (1521) – bis zu den Nachklängen der großen Kriege des 20. Jahrhunderts.