Alexander Gurdon

Veranstaltungen im Sommersemester 2017

Goethes Faust und seine Vertonungen, von Schubert bis Mahler

Gemeinsam mit Stefan Schroeder, Germanistik

Mittwochs 12-14 in der Studiobühne, Beginn: 19.04.2017

 

In diesem fächerübergreifenden Seminar aus Germanistik und Musik geht es um Johann Wolfgang von Goethes Faust (I und II) und die zahlreichen Vertonungen, die hieraus entstanden sind.

Sei es jetzt Franz Schuberts intimes Lied über das Gretchen am Spinnrad, Hector Berlioz‘ Oratorium La damnation de Faust oder Gustav Mahlers gigantomane 8. Sinfonie Es-Dur (und die vielen weiteren Werke dazwischen) – es herrscht eine Fülle an Vertonungen, die auf die verschiedenste Art und Weise immer wieder zum Text zurückführen und Goethes Faust neu verstehen lassen.

Im Zentrum dieses Seminars stehen daher besonders die Wechselbeziehungen zwischen Komponist und Goethe, zwischen Musik und Text, die hier interdisziplinär beleuchtet werden sollen.

 

Literatur: Bitte verwenden Sie die Beck-Ausgabe (Erich Trunz) von Goethes Faust:

ISBN 978-3-406-61138-4, kann auch im Seminar bestellt werden

 

 

Kultur und Propaganda, Musik und Manipulation.

Eine politische Musikgeschichte

Donnerstags, 10-12, Raum: 4.307, Beginn: 20.04.2017

 

“When Winston Churchill was asked to cut arts funding in favour of the war effort, he simply asked, 'then what are we fighting for?’” Diese Churchill im 2. Weltkrieg zugeschriebene Anekdote lässt sich um einen wichtigen Aspekt ergänzen: nicht nur für, sondern auch mit Kultur werden Kriege und Konflikte geführt.

Im Zentrum dieses gleichermaßen musikjournalistischen Seminars soll die Beleuchtung der schwierigen Rolle der Kultur und mit ihr der Musik in Zeiten der Propaganda, der Unterdrückung und der Manipulationen stehen. Historisch lässt es sich früh beginnen, z.B. bei Mozarts „Hochzeit des Figaro“ und ihrem gesellschaftlichen Sprengstoff, doch besonders das 20. und 21. Jahrhundert werden uns beschäftigen, mit der Kulturpropaganda des Ersten Weltkriegs, der „entarteten Kunst“ und den mannigfaltigen kulturellen Propagandamethoden der Nationalsozialisten (wie Beethovens 9. zum Führergeburtstag), mit Stalins Zwangskunst der Sowjetunion, bishin zu den Wahlkampfliedern von Recep Tayyip Erdogan.

Im Juli wird es zudem ein ganztägiges Antisemitismus-Seminar mit einem Holocaust-Überlebenden an der TU Dortmund geben, für das kurze Referate oder andere Beteiligungen möglich sind (in Kooperation mit „Zeugen der Zeitzeugen“).

 

 

Universitätsorchester der TU Dortmund

Leitung: UMD Prof. Ingo Ernst Reihl, Organisation: Alexander Gurdon

Dienstags, 19.00 Uhr ­- 21.15 Uhr im Audimax,

Probenbeginn am 18. April 2017 – Konzert am 7. Februar 2017

 

Alle Instrumente und Menschen sind herzlich willkommen!

Programm: (Un)Vollendet!

Wolfgang Amadeus Mozart: Große c-Moll Messe KV 427

Arvo Pärt: „Fratres“

Alle weiteren Infos: www.orchester.tu-dortmund.de


Vita

  • geboren am 27. September 1980 in Köln
  • 1997 Bundespreis beim „Europäischen Wettbewerb“
  • 2000 deutsch-französisches Abitur am Burgau-Gymnasium, Düren
  • 2001 bis 2008 Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und französischer Romanistik an der Universität zu Köln und an der Université de Paris (Sorbonne)
  • 2008 Magister Artium, mit einer Arbeit über frühe Interpretationen der 2. Sinfonie Gustav Mahlers von Oskar Fried bis Bruno Walter
  • 2002 bis 2006 studentische Hilfskraft musikwiss. Institut der Universität zu Köln, im DFG-Forschungsprojekt „Oper in Italien und Deutschland zwischen 1770 und 1830
  • 2003 bis 2007 musikjournalistische Beiträge für die Onlinezeitschrift Klassik.com
  • 2006 und 2007 Dozent für Musikgeschichte am „School of Audio Engineering Institute“ (SAE), Köln.
  • 2006 bis 2008 Leitung des Orchesterbüros des Originalklang-Ensembles „l’arte del mondo“ (künstl. Leiter: Werner Ehrhardt)
  • 2006 bis 2012 Organisation und künstlerische Betreuung des Sommer-Klassikfestivals „Altenberger Kultursommer“
  • 2007 bis 2010 Organisation der JungenBläserPhilharmonie NRW, in Trägerschaft des Landesverbandes der Musikschulen in NRW e.V.
  • 2008 bis 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Phänomenologie der Musik an der Universität Witten/Herdecke, Fakultät für Kulturreflexion, seitdem Lehrbeauftragter
  • seit 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund bei Prof. Dr. Michael Stegemann
  • 2014 Promotion über Oskar Fried: "Ein einziger, angestauter Wille". Der Dirigent und Komponist Oskar Fried - Leben, Werk und Wirkung
  • musikalische Aktivitäten als Hornist und Schlagzeuger

Schwerpunkte

  • Interpretationsforschung
  • die Musik des 19. und 20. Jahrhunderts
  • historische Aufführungspraxis